Dienstag, 23. November 2010

Sonnenaufgang über dem Dschungel



Fünf gigantische Tempel erheben sich im Norden von Guatemala über den Dschungel und lieferten uns ein unvergessliches Erlebnis. Die Rede ist von der Ruinenstadt Tikal, eine der bedeutendsten Städte der klassischen Maya-Periode. Das spektakuläre an Tikal sind nicht nur die sagenhaften Bauten sondern vor allem auch ihre Lage mitten im Dschungel. Wir sind um 4 Uhr in der Früh dort hin aufgebrochen, um den Sonnenaufgang mit erleben zu können und um die Legionen von Touristen zu vermeiden, die zur Mittagszeit über die Ruinen herfallen.

Das Gelände ist riesig und erst nach über einer halben Stunde Fußmarsch gelangten wir zu unserem ersten Etappenziel, dem Tempel IV. Dieser ist mit 64 Metern das höchste Gebäude von Tikal und wir wollten es uns nicht entgehen lassen, dort die noch vorhandene Ruhe über den grünen Baumdächern des riesigen Nationalparks aufzusaugen. Nach einigen schweißtreibenenden Stufen gelangten wir schließlich auf die höchsten Ebene des Tempels und waren einfach nur überwältigt von dem Frieden und der ungeheuerlichen Weite des Urwaldes, der sich plötzlich in einem großartigen Panorama vor uns auftat. Wir trauten uns kaum zu flüstern, um auch ja keinen Ton der frühmorgendlichen Urwaldgeräusche zu verpassen, die unter und über den Baumwipfeln hinweg hallten.

Eine gute halbe Stunde voller Staunen und Demut verging, bis dann am akkustischen Horizont die ersten geführten Gruppen zu hören waren. Zeit für uns weiter zu gehen, um den Rest der Ruinenstadt zu entdecken. Während unserer kleiner persönlichen Indiana Jones Expedition fragten wir uns immer wieder, wie es wohl gewesen sein muss ohne Bagger und Betonmischer, all diese Pyramiden, Paläste, Tempel und Türme dort hin zu bauen, wo vorher nur unwegsamer und undurchdringbarster Urwald war. Unvorstellbar.

Mit am beeindruckendsten war schließlich das Gefälle von Tempel V, den man nur erklimmen konnte, wenn man sich traute eine nahezu senkrechte Holzleiter nach oben zu klettern. Definitiv nichts für Leute mit Höhenangst. Um die Angelegenheit noch furchteinflößender zu machen, gab sich in der Nähe ein Duzend Brüllaffen ein Stelldichein. Wer Brüllaffen noch nie vorher gehört hat könnte auch glauben, dass die Geräusche von dem Endkampf zweier Ungeheuer stammen, die direkt der Unterwelt entrannt sind. Wir wussten jedenfalls von nun an, wer die Herren im Revier sind und machten uns langsam auf den Heimweg.

Zurück in Flores wartete auf uns der obligatorische Sprung in den See sowie ein kolossal großer Erdbeershake, in unserem feinen Hostel. Alles was man eben braucht, um sich von so einem Tag zu erholen.


Fun Facts:
  • einige Tempel in Tikal sind so arrangiert, dass sie aus der Luft betrachtet die Form des großen Wagen ergeben.
  • die ersten Siedlungen von Tikal entstanden bereits 1000 v.Chr., der Bau der Stadt eigentlichen Stadt begann im 7. Jahrhundert.
  • wenn man zwischen den zwei Tempeln auf dem großen Platz in die Hände klatscht, hört es sich an, wie das Geräusch, das ein für die Gegend typischer Vogel von sich gibt.

Checklist:
  • Sonnenaufgang überm Dschungel
  • Affen gesehen



























2 Kommentare:

  1. Sehr ungewöhnliche Reise! Waren Sie schon in der Arktis gewesen? Jetzt werde ich auf eine Expedition https://poseidonexpeditions.com/de/antarktis/ zu gehen. Sie sagen, es sind sehr schön

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