Sonntag, 2. Januar 2011

Erdrutsch in der Piratenbucht



Es war ein bitteres Gefühl am Morgen nach Svenjas Rückflug aufzuwachen und plötzlich niemanden mehr da zu wissen, mit dem man alles teilen kann, mit dem man lachen kann und mit dem zusammen man die täglichen Herausforderungen einer Reise bewältigen kann. Ich seilte mich an diesem Tag ab und bummelte gedankenverloren und sentimental durch die lebendigen Straßen von Panama City. Doch so sehr ich auch die gemeinsame Reisezeit vermissen würde, ich musste mich lansam mit dem Gedanken anfreunden, von nun an auf eigene Faust zu reisen.

Der Aufbruch ins Alleinereisen war stürmisch. Bevor stand der mit Abstand umständlichste und schwierigste Abschnitt des "Roadtrip Panamericana". Da nämlich die Verbindung zwischen Panama und Kolumbien aufgrund der Guerillaaktivitäten auf dem Landweg nur unter Einsatz von Leib und Leben möglich ist, sind die einzigen anderen Optionen Fliegen oder die Reise per Boot. Für einen einen anständigen Roadtrip war der Luftweg natürlich ausgeschlossen, blieb also nur die Wasserstraße zwischen Panama City und Cartagena - 5 Tage auf einem Segelboot!

Ich kontaktierte bereits Tage zuvor den Kapitän der "Melody", eines der wenigen Schifflein, die zu dieser unruhigen Jahreszeit diese Strecke auf rauher See überhaupt noch in Angriff nahmen. Ich hatte also meinen Platz gesichert, hatte ansonsten aber herzlich wenige Informationen. In der vorletzten Nacht vor der Abreise rief mich der Kapitän dann unverhofft im Hostel an und fragte, wo wir denn alle seien? Ich war verwirrt. Wo sollten wir denn sein? Und wer ist überhaupt wir?

Es stellte sich heraus, dass Carlos, der Kapitän, die Pässe aller Passagiere allerspätestens am nächsten Morgen bis 9 Uhr im 2 Stunden entfernten Portobello in Empfang nehmen musste, um die Ausreisestempel und allen möglichen anderen Papierkram zu erledigen. Ich fand mich plötzlich und ungewollt in der Rolle des Verantwortlichen dafür, dass sich alle Beteiligten bis dahin vor Ort einfinden würden. Die gute Nachricht war, dass alle Mitreisenden bei uns im Hostel wohnten, die schlechte, dass fast allesamt ausgeflogen waren, um sich in der Partylandschaft Panama Citys auszutoben. Entsprechend war es ein ganz besonderes Vergnügen und geradezu unmögliches Unterfangen, 6 völlig betrunkene Backpacker nach einer Stunde Schlaf um 6 Uhr morgens aus ihren Betten zu reißen und ihnen klar zu machen, dass wir quasi bald alle im selben Boot sitzen würden und wir deshalb jetzt und sofort aufbrechen müssten. Gott sei Dank gab es noch Stacey, eine krisenerprobte Australierin, die wie ich gut ausgeschlafen war. Wir beide schoben den unbrauchbaren Rest des Passagierhaufens durch alle möglichen Busse und Taxis, bis wir schließlich und endlich in Portobello ankamen und dem Kapitän unsere Unterlagen überreichten.

So viel zum spaßigen Teil dieses Tages. Das genaue Gegenteil von Spaß erwartete uns jedoch nur kurze Zeit später. Eigentlich ist Portobello ein richtig schönes und entspantes Dörflein in einer wahrhaftigen Piratenbucht. Überall stehen die Befestigungen und Kanonen aus Tagen, in denen noch erbitterte Kämpfe um Gold und andere Reichtümer ausgetragen wurden. Auf dem Aussichtpunkt konnte man es sich bildlich vorstellen, wie plötzlich ein großes Piratenschiff in die Bucht einbog und die Kanonen donnerten und Musketen krachten.

Das alles war jedoch überschattet von den furchtbaren Erdrutschen, die sich vor ein paar Tagen hier ereignet hatten. Die Hauptstraße wurde direkt am Ortseingang samt anliegenden Häusern von zwei gewaltigen Schlammlawinen weggerissen. Die Bilanz: 8 Tote!
Die Tragweite des Unglücks war erdrückend und die Stimmung im Ort und auch unter uns auf dem Nullpunkt. Es war das Thema, das alles beherrschte, und das Gesicht des Unglücks war erschreckend. Es war nicht zu vermeiden den Unglücksort und die ganze Tragödie mit eigenen Augen zu sehen, denn schließlich war er direkt und unmittelbar da - grausame Eindrücke, die mir nicht mehr aus dem Kopf gehen werden. Am Nachmittag fand die Beerdigung statt, und es schien als ob die ganze Region angereist war um Anteil daran zu nehmen. Auch Fernsehsender und Politiker waren vor Ort. Wir auch. Ein trauriger Tag.

Happiness!



"Happiness feels a lot like sorrow", so beginnt die zweite Strophe eines der Reiselieder, die Svenja und mich über tausende von Kilometer hinweg begleitet haben. Am Ende unserer gemeinsamen Reisezeit lieferte uns diese Zeile in wenigen Worten den Grund für die gemischten Gefühle, die sich in diesen Tagen unter uns breit gemacht hatten. Denn auch wenn wir die letzten schönen Momente so lange wie irgendmöglich aufhalten und nicht sterben lassen wollten, auch wenn die scheidenden Stunden melancholisch und bekümmert waren, so wurde uns durch den näher rückenden Abschied doch erst richtig bewusst, wie viel Wertvolles und welches Glück wir gefunden hatten auf dieser Reise. Ein Glück, das sich in diesem Moment zwar sehr traurig anfühlte, von dem wir aber andererseits wussten, wie kostbar und beständig es in Wirklichkeit war. So vieles gemeinsam erlebt zu haben, alles miteinander geteilt zu haben und uns so aufrichtig kennengelernt zu haben - das sind die Dinge, die eine solche Reise so unschätzbar und echt machen. Und zu ihr gehört stets der Neuanfang, das Abschiednehmen und das was währt und bleibt.

Immer wieder in die Weite,
über Länder an das Meer,
Phantasien, in der Breite
schwebt am Ufer hin und her!
Neu ist immer die Erfahrung:
Immer ist dem Herzen bang,
Schmerzen sind der Jugend Nahrung,
Tränen seliger Lobgesang.
(Johann Wolfgang von Goethe)


Fun Facts:
  • Svenja ist ein Gemütlichkeitsprofi. Ein ausgefeiltes und lang erprobtes Arrangement von Nackenkissen, Kapuzenpulli, Schlafsack, Wollsocken und normalen Kissen garantiert Svenjas Schlaf selbst in noch so unbequemen Bussen.
  • "Ich frier" und "Muss mal" standen in den Top 10 von Svenjas am häufigsten gebrauchten Wortkombinationen.
  • Mit Bravour meisterte Svenja die harte Schule des "Pipitrainings" - über 6 Stunden im Bus, ohne auf die Toilette zu gehen.
  • Gewöhnlich dauert es keine 30 Sekunden bis jeder freie Fleck in einem neu bezogenen Hostelzimmer flächendeckend mit Svenjas Rucksackinhalt belegt ist.
  • Berge erklimmen, Nachtbusfahrten, Dschungelwanderungen, im Regen schlafen, Wellenreiten, Freiheit atmen, Streetfoodexperimente, auf Vulkanen rutschen, mit Haien schnorcheln, Feste feiern, Sandburgen bauen, es gibt nichts was Svenja nicht mitmachen würde. "Reisen mit Svenja." - ich würde es immer wieder buchen :)

Checklist:
  • Abschiedstränen vergossen

Happiness - The Fray:
http://www.youtube.com/watch?v=R6G136-D7Go


Mittwoch, 29. Dezember 2010

Im Discobus durch Panama



Ein Bus randvoll gepackt mit Menschen, Grundgeschwindigkeit 12 km/h dazu vier Zilliarden Dezibel und tropische Temperaturen - was sich anhört wie eine ganz normale Fahrt im Chickenbus durch Mittelamerika ist es in diesem Falle nicht. Statt dessen handelt es sich um das in Panama City berühmt berüchtigte Phänomen "Discobus".
In der Partymetropole ist es geläufig, dass Geburtstags- und andere feierwütige Gesellschaften sich mehrere Stunden lang tanzender- und trinkenderweise in einem Bus durch die Hauptstadt bewegen, bevor sie schließlich in irgendwelchen Clubs die Nacht zum Tag werden lassen. Zu diesen Anlässen gibt es ganz spezielle Busse, die mit so ziemlich allem aufwarten, was das Partyherz begehrt: Discokugeln, Stripteasestangen, Lichterketten, Stroboskop, DJ-Pult, Kühlschrank und selbstverständlich auch eine große und lange Theke. Da keine Lichtmaschine der Welt genug Saft hergeben könnte, um dieses ganze Spektakel mit ausreichend Strom zu versorgen, wird auf dem Dach zusätzlich ein Generator betrieben - fertig ist der "Discobus".

Auch unser Hostelmanagement mietete eines Abends einen solchen Discobus an und versuchte damit der durch den Wasserausfall zu kippen drohenden Stimmung im Hostel ein Stück weit entgegenzuwirken. "Partyspaß auf heißen Rädern - all you can drink" so oder ähnlich hieß denn auch das Motto der Veranstaltung. Wir ließen uns auf das Experiment ein. Und so tanzten und tranken wir gemeinsam mit 80 ungeduschten Backpackern unseren Weg durch Panama City. Laut, langsam, lustig.

An einem Punkt fragten wir uns, wieso um alles in der Welt wir uns, nach all den tausenden, anstrengenden Kilometern, freiwillig noch einmal in einen derart brechend vollen und ultralahmen Bus setzen wollten. Aber die Antwort war schnell gefunden, war flüssig, roch streng nach Alkohol und gab es in Massen an der Theke. Boom, Boom, Boom!


Fun Facts:
  • Motor-, Auto- und Tuningfreaks aufgepasst! Ohrenbetäubender Doppel-Monster-Auspuff, hochwertigste Innenbeschallung, extrem aufwendige Lackierungen und Außenbemalungen - so sieht standardgemäß Panamas öffentlicher Nahverkehrsbus aus. Auf allen Straßen, an jeder Ecke, in sämtlichen Gassen hupen und röhren einem die aufgepimpten Brummis entgegen, keiner gleicht dem anderen und jeder für sich ist es wert, ein Museum zu sein.

    Checklist:
    • Im Bus getanzt
    • Bergfest gefeiert

    Samstag, 25. Dezember 2010

    Notstand in Panama City



    Dann kam der Regen. Wir wussten bereits aus den Nachrichten, wie furchtbar es in den letzten Tagen in Panama geregnet hatte. Es war daher fast unvermeidbar, dass wir davon auch unseren guten Anteil abbekommen würden. Und wir bekamen ihn - mehr als uns lieb war.
    Die dürsteren Vorboten zeichneten sich bereits am Morgen unserer Abreise aus Farallon in Form von bedrohlich wirkenden, dunklen und unheilbringenden Regenwolken am fernen Horizont ab. Das passte zu unserer Gemütslage an diesem Tag. Wir hatten in den letzten Tagen zwar schon häufiger davon gesprochen, wie es wohl sein würde, wenn wir unsere letzten gemeinsamen Straßenkilometer zurücklegen würden, aber wir waren auch immer wieder sehr gut darin gewesen, diese Gedanken schnell zu verdrängen. An diesem Morgen stand der unvermeidbare Moment dann aber plötzlich und gewaltig vor uns - die letzten 100 Kilometer gemeinsam auf der Panamericana. Uns beiden wurde komisch bang ums Herz. Noch aber lagen vier volle Tage vor uns, bevor Svenja endgültig ihre Heimreise antreten würde und wir wollten in diesen Tagen noch viel zusammen unternehmen und jede wetvolle Stunde auskosten. Wir versuchten also die melancholischen Gedanken hinten anzustellen und uns der Sonnenseite zu widmen.

    Dumm war nur, dass es um die Sonne nicht allzu gut bestellt war. Denn bereits eine Stunde bevor wir Panama City erreichten begann es aus allen Himmeln runterzuschütten. Unaufhörliche Regenmassen waren das. Da wir auf unserer Reise bisher so gut wie keinen Regen erlebt hatten, glaubte ich zunächst, diese Wasserstürme besonders heftig zu empfinden. Aber sie waren tatsächlich sehr heftig. Sie waren sogar so heftig, dass die gesamte Wasserversorgung in Panama für zwei Tage zusammenbrach. Angeblich waren 5 der 7 riesigen Reservoirs, die die Stadt mit Wasser versorgen aufgrund der Überschwemmungen außer Gefecht gesetzt - geradezu ein ironischer Umstand. Allerdings auch ein sehr dramatischer. Man stelle sich vor, eine Millionenstadt zwei Tage ohne fließendes Wasser. In unserem Hostel konnte man nicht mehr auf die Toilette gehen, Geschirr häufte sich an, kein Kochwasser mehr, kein Händewaschen, Zähneputzen, Duschen. Schnell wird einem da bewusst, wie sehr wir auf fließendes Wasser angewiesen sind. Es war das Dauerthema, das die Stadt in Atem hielt.

    Glücklicherweise hatte Panama City einiges an Regenaktivitäten zu bieten - Langeweile ausgeschlossen. Vor allem das Christmas-Shopping war groß geschrieben in diesen Tagen. Am zweiten Tag besuchten wir einen absolut gigantischen Mall. Wir gingen darin buchstäblich verloren und hatten unsere liebe Mühe, den Ausweg wieder zu finden. Der Shoppingtag tat gut und es fühlte sich irgendwie großartig an, endlich einmal wieder maximalem Kommerz ausgesetzt zu sein.

    Am ersten regenfreien Tag besuchten wir schließlich den letzten und großen Sightseeing Höhepunkt unserer Reise durch Mittelamerika: der Panama Kanal. Schon bei der Anfahrt in unserem Taxi sahen wir von Weiten die unwirklich wirkende Szene eines riesigen Tankschiffs, das so aussieht, als würde es förmlich durch eine tropische Hügellandschaft manövrieren. Der größtenteils von Amerikanern gebaute Kanal verbindet die Karibik mit dem Pazifik. In der Mitte liegt ein Stausee, auf den die Tanker zunächst hoch und dann wieder nach unten geschleust werden müssen. Die Schleusen sind damit der Engpass und liefern gleichzeitig die Kulisse für das langwierige Schauspiel, das sich unzählige Male am Tag wiederholt. Wir blieben eine überdurchschnittlich lange Weile auf der Aussichtsplattform und schauten fasziniert zu, wie sich Tanker um Tanker durch die engen Schleusen schob.


    Fun Facts:
    • Die Kosten für die Passage durch den Panama Kanal richtet sich nach Gewicht - im Schnitt 300.000 Dollar pro Schiff!
    • Durch den Panama Kanal fahren ca. 40 Tanker pro Tag.
    • "Panamax" ist das Maß, der maximalen Breite, die ein Schiff haben kann, um durch die Schleusen des Panama Kanals zu manövrieren. Die meisten Schiffe, werden eigens hierfür maßangefertigt.
    • Der höchste Punkt, des Panamakanals liegt 26 Meter über dem Meeresspiegel. Die Gesamtlänge aller Schleusen zusammen genommen ergibt ca. 3 km.
    • In seiner hundertjährigen Geschichte musste der Panama Kanal erst zwei Mal geschlossen werden. Kurz vor unserer Ankunft dann aufgrund der heftigen Regenfälle ein drittes Mal. Siehe auch: Spiegel Online.

    Checklist
    • Über den Panama Kanal gefahren
    • geshopt auf dem Weihnachtsmarkt von Panama City

    Fällt die Festung?



    "Unzerstörbar" - so lautete die Bauanleitung für die Sandburg, die wir am ersten Tag unseres Panamaaufenthaltes in Angriff nahmen. Das architektonische Mammutprojekt hatte alle Schikanen - angefangen vom Gefängnis über den Burggraben bis hin zu den Wellenbrechern vor der aufwendig konstruierten Doppelmauer. Die Umsetzung nahm beinahe einen ganzen Tag in Anspruch und beschäftigte unser insgesamt 7-köpfiges, frischbefreundetes Bauteam. Wir waren in Farallon angekommen, einem kleinen Küstenörtchen an einem wellenarmen Strand auf der pazifischen Seite Panamas. Dort waren wir eingeladen worden über mein "Book-of-Faces"-Projekt. Unser kanadischer Gastgeber Marc Bonds ist gerade dabei einen geeigneten Ort zu suchen, um in Panama ein Backpacker Hostel aufzubauen. Dass er für diesen Job der richtige Mann ist würden Svenja und ich sofort unterschreiben. Schließlich war sein derzeitiges Appartment im weitesten Sinne bereits eine Art Hostel. Die geräumige Residenz teilt Marc mit einem bunt zusammengewürfelten Haufen von Architekten und Bauarbeitern aus Kolumbien und Panama. Das Zimmer in dem wir schliefen hatte insgesamt 6 Betten für zusätzliche Gäste, von denen auch bereits welche da waren. Laut Marc sind die Betten auch für die nächsten Wochen schon voll "ausgebucht". Wir sind uns sicher, der nächste Lonely Planet über Panama kann unmöglich ohne einen Eintrag über Multi-Kulti-Marc auskommen.
    Wir hatten jedenfalls eine überragende Zeit in Farallon und genossen unsere Bade- Sonnenstunden am am Pazifik, der uns ein letztes Mal auf dieser Reise gemeinsam mit seinen warmen Wogen umarmen sollte. Am Ende des Tages umarmte der Pazifik allerdings auch unsere glorreiche Sandfestung, die trotz vereinten Kräften und Abwehrversuche seiner Flut nicht standhalten konnte. Die Königin war für immer verloren. Wir aber hatten neue Freunde hinzu gewonnen.

    Checklist:

    • Sandburg gebaut
    • mit Affe geschmust

    Donnerstag, 23. Dezember 2010

    Das Leben ist eine Tankstelle



    Costa Rica bedeutet übersetzt "reiche Küste". Leider wurde uns auch direkt klar, wo der ganze  Reichtum herkommen muss - von uns. Nirgendwo sonst in Mittelamerika mussten wir so tief in die Tasche greifen, um die einfachsten Dinge des Lebens zu regeln, wie hier. Abends ausgehen zum Abendessen war der Fehlplan. Wir wähnten uns besonders schlau und entschlossen uns, am ersten Abend einzukaufen und in der hosteleigenen Küche selbst zu kochen ansatt astronomische Summen für einen halben Finger breiten Hamburger und drei Pommes Frites zu berappen. Doch zu früh gefreut. Sämtliche Supermärkte an der Küste Costa Ricas sind fest in chinesischer Hand und die Preise in etwa vergleichbar mit denen einer Araltankstelle auf der A5. Für eine einzelne Zwiebel blätterten wir lockere $ 1,30 auf den Tisch und so wurde unser Töpflein "Spagbol" am Ende ein relativ absurder Luxus.

    Aber ist man erst einmal einige Tage am selben Fleck, findet man selbst in Costa Rica ein paar Schnäppchen und man kommt durch den Tag, wenn auch etwas asketischer als an anderen Orten auf unserer bisherigen Reise. Doch schließlich waren wir weniger zum Essen als vielmehr zum genauen Gegenteil hierher gekommen - Aktivurlaub. Genauer gesagt, Wellenreiten. Und das war grandios! Wir verbrachten in Costa Rica 9 Tage auf dem Meer und probierten uns in den Wellen dreier verschiedener Surfspots: Montezuma, Mal Pais und Dominical.

    In diesen kleinen Örtchen, die meist nur aus einer handvoll Hostels, Supermärkten und Restaurants bestehen dreht sich im Grunde alles nur um eines: das Surfen. Einheimische und Touristen gleichermaßen teilen sich die Wellen und größtenteils weht hier ein äußerst angenehmes Lüftchen freundschaflticher Atmosphäre  wie man sie nur an solchen Orten vorfindet, wo sich viele Gleichgesinnte treffen.

    In Mal Pais fand sich sogar gleich die versammelte Elite mittelamerikanscher Gleichgesinnter ein, denn dort wurde zu unserer Überraschung ein großer Surfcontest veranstaltet. Flankiert von hübschen "Reef-Girls" stürmten die Könner der Szene das Wasser um der Menge und der Jury ihr ganzes Repertoire unter Beweis zu stellen. Dies gesehen, bleibt festzustellen, dass ich auf jeden Fall noch ordentlich Luft nach oben habe in dieser Sportart.

    Auf dem Weg zu einem der Surfstrände ereignete sich noch eine sehr ergreifende Szene. Während unseres knapp 40-minutigen Fußmarsches zu der einzig surfbaren Welle der Gegend entdeckten wir eine große gestrandete Schildkröte. Beim Versuch ihr wieder zurück ins Wasser zu helfen bemerkten wir erst, wie sichtlich geschwächt sie war. Ein vorübergehender Einheimischer erzählte uns, dass es üblich sei, dass Schildkröten am Ende ihrer Tage wieder zurück an ihren Geburtsstrand kehrten, um dort den großen Kreis des Lebens zu schließen. Wir ließen den Dingen also ihren Lauf und wurden ehrfürchtig und andächtig Zeuge der letzten Atemzüge eines langen Lebens. Es war ein sehr spezieller und melancholischer, ja geradezu feierlicher Moment dem wir ungewöhnlich nahe beiwohnen durften und unsere letzte Ehre erweisen konnten.


    Fun Facts:
    • Verkehrte Welt in Costa Rica - hier sind es Rucksackreisende, die die Strände rauf und runterrennen, um Getränke, Essen und Handarbeiten zu verkaufen und versuchen, sich damit einigermaßen über Wasser zu halten.
    • in Costa Rica haben auffallend viele Menschen Goldzähne
    • Geschwindigkeitsminusrekord: 120 km Chicken Bus in 12 Stunden
    • Fortbewegungsmittel Nr.1 in den kleinen Surforten entlang der Küste sind Quads.

    Checklist:
    • Sparmaßnahmen: eigenes Frühstück, Mittagessen, und Abendessen zubereitet
    • neben Stingrays gesurft
    • Skat mit Hans gespielt (da uns zum Skat spielen stets der dritte Mann fehlte, musste kurzfristig unser fiktiver Hans einspringen. Skat spielen mit Hans ist allerdings nur mittelmäßig befriedigend, denn Hans ist nicht der allerbeste Spieler und weiß nicht immer alle Farben, geschweige denn die Trümpfe zu bedienen. Unterhaltsam ist Skat mit Hans aber allemal.)


    Freitag, 10. Dezember 2010

    Volcano Boarding - 72 km/h auf Vulkanasche



    Die Taucherbrille sitzt, der Reißverschluss des orangefarbenen Overalls ist bis zum Anschlag hochgegzogen, beide Hände klammern fest am Plastikgriff des knapp 40 cm breiten Spanholzbretts - es gibt jetzt kein zurück mehr. "Three, two, one - GO!!", animiert der Guide - dann sehe ich nur noch Staub.

    Volcano Boarding heißt der neue Fun-Sport, der adrenalinentflammte Backpacker aus aller Welt auf den Gipfel des Cerro Negro lockt. Ein Australier, der in Queensland mit Sandboarding aufwuchs erkannte das Potenzial des 728 Meter hohen und immer noch aktiven Vulkans, der im steilsten Stück ein Gefälle von 41 Grad aufweist. Er gründete 2005 das "Bigfoot Hostel" in der unweit entfernten Kolonialstadt Leon. Alleine die wunderschöne Universitätsstadt ist schon einen mehrtägigen Aufenthalt wert, doch durch den neuen Traveller-Magneten "Volcano Boarding" scheint für die ganze Region ein touristischer Glücksgriff gelungen zu sein. Mittlerweile sind die Touren des Bigfoot Hostels fast jeden Tag ausgebucht und auch weitere Anbieter haben die Attraktivität des Angebots erkannt und in ihr Leistungsportfolio aufgenommen.

    Voraussetzung für die Massentauglichkeit des Sports war zunächst allerdings die Entwicklung eines geeigneten Schlittens, der in der Lage war die Hochgeschwindigkeitskandidaten halbwegs heil und unversehrt talwärst zu geleiten. Der mehrjährige Reifungsprozess brachte schließlich die heutige Spanholzplanke hervor, die am Boden mit einer Metallplatte und einem mit Kunstharz imprägnierten Schichtstoffstück verstärkt ist. Bremsen sucht man bei dem Holzprojektil vergeblich, denn wer bremst verliert.

    Das wusste auch unser Guide, der uns nach dem einstündigen Aufmarsch zum Kraterrand seine minimalistische Sicherheitseinweisung erteilte. Wir wurden darüber belehrt, dass die beste Balance dann gewährleistet sei, wenn der Hintern genau in der Mitte des Brettes säße. Steuern und bremsen könne man, indem die Füße abwechselnd links und rechts leicht den Boden berührten. Ein allzu hartes Bremsen solle man allerdings vermeiden, da dann die Gefahr eines durchaus schmerzerfüllten Sturzes bestünde. So viel zur Theorie.

    Der Praxisteil war in meinem Fall dann jedoch jenseits aller Kontrolle. Steuern - Fehlanzeige. Bremsen - maximale Fehlanzeige. In kürzester Zeit erfuhren mein Schlitten und ich die ganze Tragweite und die Zusammenhänge von physikalischen Konzepten wie Gravitation, Reibung und Beschleunigung. Auf halbem Weg wurde mir schließlich auch klar, was der Guide mit seiner finalen Anweisung meinte, man solle davon absehen, bei der Abfahrt vor lauter Begeisterung zu lachen. Was ich zunächst für einen ironischen Witz hielt war purer Ernst. Denn spätestens bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h fliegt einem der halbe Vulkan ins Gesicht. Meine Radarpistole registrierte am Ende stolze 72 km/h. Und da ich bei meiner Höllenfahrt neben der Sturzangst auch ausgesprochen viel Spaß hatte, musste ich später entsprechende Unmengen an Geröll wieder aushusten und von meinen Zähnen kratzen.

    Mein Hintermann hatte es jedoch bei Weitem unangenehmer erwischt. Er absolvierte einen der obligatorischen Quotenstürze und wollte nicht auf die Zielgerade einbiegen, bevor er nicht noch eine Reihe von spektakulären Überschlägen aufs Lavaparkett zauberte und sich dabei die komplette rechte Oberschenkeltapete abschürfte.

    Fazit: Volacano Boarding bringt jede Menge Spaß und Lava in die Backen, sollte man mal gemacht haben, muss aber niemand zwei mal gemacht haben.

    Für die einen zur Linderung köperlicher Schmerzen, für die anderen als Katalysator für triumphale Heldengeschichten des Tages - als die adrenalingeschwängerte Meute wieder ins Hostel zurückkehrte standen für jeden zwei landestypische Mojitos bereit. Auf diese Weise wurde ein äußerst erlebniserfüllter Tag in ausgelassener Geselligkeit besiegelt.

    Hier geht's zum Vulcano Boarding Video!


    Fun Fact:
    • Der Geschwindigkeitsrekord beim Volcano Boarding liegt derzeit bei 84 km/h.
    • Der Franzose Eric Barone brach 2002 auf der selben Strecke mit 172 km/h nicht nur den Geschwindigkeitsrekord auf einem Mountainbike sondern dabei auch mehrere Rippen und alle möglichen anderen Knochen.
    • Der jüngste Ausbruch des Vulkan Cerro Negro ereignete sich im Jahr 1999. Bei jeder Eruption wächst der Vulkan um ein Stück an.
    • Die in Leon um 1860 nach über 100-jähriger Bauzeit fertiggestellte Kathedrale León Basilica de la Asunción gilt als die größte und älteste Mittelamerikas.
    • Die Reiseatmosphäre in Nicaragua ist großartig. Überall begegnet man freundlichen und zuvorkommenden Menschen. Nicht zuletzt gilt Nicaragua als eines der sichersten Ländern in Mittelamerika.

    Checklist:
    • mit 72km/h einen Vulkan "geboarded"
    • stinkenden Schwefelgeruch eingeatmet

    Montag, 6. Dezember 2010

    Die längste Welle



    Urlaub vom Urlaub lautete unsere Mission in El Salvador. Wir waren zu Gast bei Basti und Nadine, gute Freunde von zuhause, die schon seit zwei Jahren in San Salvador leben und dort an einer deutschen Schule unterrichten. Wie es sich mit deutschem Lehrergehalt hierzulande leben lässt ist beeindruckend. Denn die mehrstöckige und großzügige Wohnung in San Salvador ist nur eine von zwei Immobilien, die den beiden für die Dauer ihrer Residenz zur Verfügung stehen. Die andere ist das stattliche Strandhaus, in dem wir während unseres einwöchigen Aufenthalts die meiste Zeit verbrachten: zwei große Schlafzimmer mit jeweils eigenem Bad, ein Kinderzimmer, eine Küche im Freien, eine riesige Dachterasse mit Hängematten, und natürlich der beleuchtete Pool, der umzingelt ist von Kokospalmen. Jackpot.

    Die beste Nachricht aber ist, dass nur unweit entfernt von dem sonnendurchfluteten Erholungsparadies einer der geilsten Surfspots liegt, die ich bisher gesehen habe. Die Wellen brechen sehr weit draußen und es bedarf schon eines kleinen Kraftaktes dort überhaupt erst einmal hinaus zu paddeln. Ist man aber erst einmal da, rauschen dort reihenweise wuchtige Wellen landwärts. Da die Wellen immer wieder am gleichen Punkt und vergleichsweise langsam brechen, herrschen perfekte Konditionen. In regelmäßigen Abständen kommen sehr hohe Sets rein und bekommt man davon eine Welle ab, kann es sein, dass die einen bis ganz vor an den Strand trägt - beinahe 50 Sekunden lang auf der ein und derselben Welle! Ein herrlicher Ritt!

    Die Wellenzeit in San Salvador war schlicht überragend. Vor allem aber war El Salvador die Zeit, in der es gut tat, wieder einmal Freunde von zuhause zu sehen, gute Gespräche zu führen, gut zu essen, viel zu lachen und eine Pause zu haben von dem ganzen Reiserummel. Wir durften ein Stück mit eintauchen in das Erlebnis, von zuhause wegzuziehen und sich eine Existenz in einem fernen Land aufzubauen, mit all seinen Höhen und Tiefen. Es gehört immer eine gehörige Portion Mut zu einem solchen Schritt ins Ungewisse, doch wer ihn erst einmal gegangen ist wird zumeist dafür belohnt.

    Mit dieser Erkenntnis verlassen wir San Salvador und behalten unsere Auszeit bei Basti und Nadine in bester Erinnerun. Insbesondere ach das Gefühl endlich einmal, den lästigen, blutsaugenden und menschenfressenden Moskitos überlegen gewesen zu sein. Denn Dank des High-Tec-Elektroschock-Tennisschlägers von Basti konnten  wir täglich einen großangelegten Rachefeldzug antreten für all die juckenden Stiche, die sich in den Jahren angesammelt haben. Ich würde sagen, nach dieser Woche in San Salvador bin ich mit den Stechbiestern für erste quit.

    Fun Facts:
    • in San Salvador herrscht ein erbitterter Bandenkrieg, der täglich bis zu 40 Morde fordert.
    • die Landeswährung von El Salvador sind US Dollars
    • in El Salvador gibt es keine Rettungshubschrauber, dafür aber um so mehr Privathubschrauber, mit denen die Reichen über das Wochenende in ihre Ferienanlagen fliegen.

    Checklist:

    Dienstag, 30. November 2010

    Unterwegs im Chickenbus




    Wie das echte Leben, das jedem von uns ab und an aus heiteren Lüften ein Donnerwetter sendet, hat auch eine Reise seine Höhen und Tiefen. Gerade noch am schönsten Karibikstrand gelegen, sollten die folgenden drei Tage völlig unverhofft die anstrengendsten und mühseligsten unserer bisherigen Reise werden. Unser Plan war es, so schnell wie möglich nach San Salvador zu kommen, unserem nächsten großen Reiseziel. Dort hatten wir eine Einladung von meinem guten Freund Basti, der zusammen mit seiner Freundin in der Stadt schon seit zwei Jahren an einer deutschen Schule unterrichtet. Auf der Karte sah eigentlich alles ganz einfach aus und es schien, als ob wir die knapp 700 Kilomter in eineinhalb Tagen gut zurücklegen konnten. Aber dem war leider nicht so.

    Das Drama fing an in Belize City, wo wir einen Bus nehmen wollten in das 3 Stunden entfernte Dangria. Unglücklicherweise war der folgende Tag ein Feiertag und Dangriga offensichtlich "the place to be". Es schien, als ob die ganze westliche Hemisphäre auf diesen einen Bus wollte. Um eine lange Heldengeschichte abzukürzen: ich sicherte Svenja und mir einen Platz im Bus - der Preis dafür war eine Platzwunde am Knie und ein kaputtes Paar Flip Flops.
    In Dangriga stiegen wir um auf einen so genannten Chickenbus. Grundgeschwindigkeit: 5 km/h. Subjektiv empfundene Lautstärke der afrikanischen Bongomusik an Bord: 2700 Dezibel. Verhältins von Bushaltestellen zu Wegstrecke: 5 Stops auf 100 Meter. Völlig gerädert kamen wir Abends in Plancencia an, unserem heutigen Etappenziel und erkundigten uns gleich nach der Fährfahrt am nächsten Tag nach Honduras. Diese stand unter einem schlechten Stern, denn der Wetterbericht prognostizierte Regensturm und Windstärke 4. Der Verantwortliche am Hafen stellte es in Frage, ob die Fähre überhaupt fahren würde. Aber sie fuhr. Und wir mit ihr. Der Begriff "Fähre" ist in diesem Zusammenhang allerdings etwas irreführend. Denn bei der Fähre handelte es sich eher um eine Art Schnellboot, welches Platz bot für ca. 50 Menschen.

    Es war die abgefahrendste und aufregendste Bootsfahrt meines Lebens! Das Schifflein brauste in halsbrecherischem Tempo über die jähzornigen und meterhohen Wellen hinweg, die weitaus größer waren als das Boot selbst. Am Kamm jeder einzelnen Welle hatte man das Gefühl in einer Achterbahn oder am Umkehrpunkt eines Parrabelflugs zu sitzen. Alle an Bord kreischten und klammerten sich an den Nachbarn oder an den Sitzen fest. Teilweise hob man regelrecht ab und donnerte dann wieder schmerzvoll auf die harte Bank. Der Unterschied zu einem Freizeitpark bestand darin, dass wir mitten auf hoher See waren und der ganze Ritt drei Stunden dauerte. Teilweise kamen so hohe Wellen von der Seite, dass einem wirklich Angst und bang wurde. Die Tatsache, dass nur halb so viele Schwimmwesten an Bord waren, wie Passagiere trug nicht zu unser aller Beruhigung bei. Da war es fast schon nebensächlich, dass wir im Gegensatz zu vielen anderen Mitreisenden die ganze Show immerhin überlebten, ohne dabei über die Reling zu kotzen.

    Endlich und unversehrt in Honduras angekommen ging die wilde Fahrt gleich weiter. Die Rustche zu fünft im Taxi war fast noch ein Zuckerschleckem im Vergleich, zu der bevorstehenden Busfahrt. Denn dieses Mal hatten wir weniger Glück bei der Platzsicherung. Das bedeutete, dass wir stolze drei Stunden in einem völlig überfüllten Bus stehen mussten. Da der Bus auch kein Licht hatte, versuchten wir uns mit wilden Wort- und Erinnerungsspielen bei Laune zu halten. Aber nach eineinhalb Stunden "Kofferpacken" (es gab keinen Sieger!) war das irgendwie auch langweilig. Als auf den letzten Kilometern unser Bus zehn mal wegen Motorschaden stehen bleiben musste und sich die Fahrt noch einmal um eine Stunde hinauszögerte war die Moral endgültig gebrochen. Abends um 23 Uhr kamen wir schließlich in dem gottlosen Kaff in Honduras an, ohne bis dahin den ganzen Tag etwas Vernünftiges gegessen zu haben. Daran sollte sich aber auch nichts ändern, denn in dem verregneten und feindseligen Städtlein waren die Bügersteige schon längst nach oben geklappt. Spätestens nachdem auf der fünf minütigen Fahrt zu unserem völlig überteuerten Hostel auch noch unser Taxi wegen einer Panne stehen blieb, fühlten wir uns endgültig verwunschen.

    Tag drei unserer wilden Fahrt nach El Salvador verbrachten wir hauptsächlich in Chickenbuses. Entsprechende Ewigkeiten dauerte es, um von A nach B zu kommen. Schlussendlich benötigten wir fast einen ganzen Tag für eine Strecke von ca. 120 Kilometern. Der krönende Abschluss unserer Odyssee war die einstündige Fahrt mit dem proppevollen Stadtbus von San Salvador, in dem wir auch stehen mussten. Dieses Mal allerdings mit all unserem Gepäck auf den Schultern. Bei der Fahrt, die im Grunde nur aus Vollgas und Vollbremsungen bestand, hatte ich alle Mühe, um mich irgendwie an den Griffstangen festzuhalten um nicht mit Sack und Pack vorne durch die Windschutzscheibe zu fliegen.

    Völlig erledigt und maßlos ausgepowert kamen wir Abends an. In der Kurzfassung: 62 Stunden, 700 Kilometer, 14 Fahrzeuge. Es war Zeit höchste Zeit für den Willkommensdrink im Pool des Strandhauses von Basti und Nadine.

    Fun Facts:
    • die lokalen Busse (Chickenbuses) sind ausrangierte alte US-Schulbusse, auf die man überall an der Straße aufspringen kann. In Belize und El Salvador herrscht dort regelrechte Partystimmung, denn die Fahrt ist in ohrenbetäubender Lautstärke mit Musik untermalt. Die akkustische Palette reicht von Reggea bis Celine Dion.
    • im Vergleich zu Honduras sind die Menschen in El Salvador auffallen gastfreundlich, zuvorkommend und hilfsbereit.

    Checklist:
    • Achterbahnfahrt auf hoher See
    • 3 Stunden Busfahrt im Stehen
    • Platzkampf im Chickenbus unter Blut und Schweiß und materiellen Verlusten

    Samstag, 27. November 2010

    Segeln in der Karibik



    Mir war hundselend und es war definitiv der schlimmste Morgen meiner Erkältung. Unpassenderweise stand heute jedoch unser heiß herbeigesehnter Schnorchelausflug auf dem Programm. Für den darauffolgenden Tag war ein Wetterumschwung mit starkem Regenfällen angekündigt, so dass dies unsere letzte Möglichkeit war, eines der schönsten Tauch- und Schnorchelreviere der Karibik zu erleben. Nach unzähligen Verwindungen im Bett und einer verbrauchten Klopapierrolle für die verstopfte Nase, beschloss ich es auf die harte Tour anzugehen und der Sommergrippe auf hoher See den Garaus zu machen. In dieser Entscheidung bestärkte mich auch die nette Frau vom Fruitshop, bei der ich mich mit mehreren Litern Orangen- und Wassermelonensaft eindeckte. Sie sagte: "saltwater is good against cold." So sollte es sein.

    Um 10 Uhr die Segel wurden gehisst und wir segelten mit unserer beschaulichen Schnorchelgruppe stundenlang durch das Riff. Es war ein Traum. Svenja und ich verbrachten die meiste Zeit ganz vorne am Bug des Bootes und genossen das lautlose gleiten durch das kristallklare Wasser, die salzige Brise in den Haaren, während wir die Füße ins Wasser baumeln ließen. Besser geht es fast nicht.
    Über den Tag verteilt hielten wir an 3 auserlesenen Schnorchelstops an, wo wir dann jeweils ca 1 Stunde im Wasser verbrachten. Fische und Korallen in allen Farben waren da zu sehen und meine Erkältung war schnell vergessen. Das absolute Highlight unseres Tagesausfluges war der zweite Stop. Gleich mit dem ersten Blick auf den Meeresgrund schwammen da ein gutes Duzend Rochen umher. Und keine 5 Sekunden später erspähten wir auch schon den ersten Hai. Am Ende schwammen wir in mitten Haien, Rochen Schildkröten Muränen und waren absolut überwältigt. Bei den Haien handelte es sich übrigens um die so genannten Nursesharks, die relativ ungefährlich und bei weitem nicht so aggressiv sind wie andere Artgenossen. Am Ende waren es aber dennoch Haie und vor allem bei den größeren Exemplaren waren wir voller Respekt und beobachteten aus der Ferne ehrfürchtig die Anmut dieser Geschöpfe.
    Reich an Eindrücken trat unsere Crew pünktlich zum Sonnenuntergang die Heimreise an. Unterwegs schank uns der Kapitän diverse und an der Zahl nicht wenige Rum-Punschs aus und spätestens zu diesem Zeitpunkt ging mein Plan völlig auf und meine Erkältung hatte nichts mehr zu melden.
    Zum glorreichen Tagesabschluss gab es zum Abendessen den obligatorischen Lobster mit Kartoffelbrei, Knoblaubrot, Reis und Schokoladenkuchendessert.

    Fun Facts:
    • mehr noch als vom Tourismus lebt die Insel vom Lobsterfang. Ein komplexes Ökosystem gewährleistet deren Bestand. Die Lobsterbrut wird in den Mangroven gelegt. Von dort aus wandern sie in das nahe Seegras, in dessen Schutze sie aufwachsen. Später dann, wandern sie hinaus ans Riff, wo sie schlißlich gefangen werden.

    Checklist:
    • geschnorchelt mit Haien, Rochen und Schildkröten
    • durch die Karibik gesegelt

    Weiße Strände, schwarze Biester



    Der Tag fing nicht gut an. Zunächst hatte es sich bewahrheitet, dass mein Halsweh der vergangenen Tage tatsächlich der Vorbote war für eine ausgewachsene Sommergrippe. Diese machte sich bei mir an diesem Morgen in Form von Schnupfen und einem sehr dicken Schädel vorstellig und wich mir in den folgenden Tagen auch nicht mehr von der Seite. Der nächste unliebsame Zwischenfall ereignete sich keine 30 Minuten nach unserer Abfahrt, die übrigens auch heute abermals vor Sonnenaufgang stattfand. Unser Bus hatte eine Reifenpanne. In Anbetracht der Straßenzustände wunderte mich dies keineswegs. Die Frage war nie, ob uns so etwas jemals passieren würde, die Frage war nur wann? Es dauerte seine Zeit, bis der Schaden wieder behoben war. Ungefähr genau so lange, wie der umständliche Grenzübertritt nach Belize. Schließlich und endlich erreichten wir aber doch noch irgendwann Belize City an und freuten uns, als wir dort auf das Expressboot springen konnten, das uns in die Karibik bringen sollte.

    Wir schnalzten vor Glück, als wir nach einer Stunde Bootsfahrt ankamen auf Caye Caulker. Die Karibikinsel unserer Wahl bot so ziemlich alles, was man sich unter einem Traumurlaub so vorstellt. Strahlend weiße Strände, türkis leuchtendes und lauwarmes Wasser, dazu eine erstklassige Mangroven- und Palmenkulisse, Seafood, fruchtige Cocktails, Reggea Musik und auschließlich humorvolle und gut gelaunte Menschen mit Rastazöpfen. Am liebsten mochte ich den Kollegen, der den ganzen Tag mit seinem Fahrrad die Insel rauf und runter fuhr und der Welt verkündete, wie sehr er seine Frau liebt.
    Die Insel ist ein Traum! Wir mussten uns immer wieder kneifen, an welchem Ort wir hier gelandet waren und konnten jeden morgendlichen Blick von unserem Balkon hinunter auf das kristallklare Wasser kaum fassen. Es war unsere lang herbei gesehnte und pure Erholung bei tropischen Temperaturen - Karibikfeeling.

    Eine Sache allerdings gab es, die diesen Ort daran hinderte, das Paradies auf Erden zu sein: Sandflies. Sandflies sind die Ausgeburt der Hölle. Die winzigen Bestien sind derart klein und leicht, dass man erst Notiz von Ihnen nimmt, wenn sie bereits in einen hineingebissen und ihre unbarmherzig juckenden Spuren hinterlassen haben. Über Autan lachen die Viecher nur. Da müssen schon härtere Geschütze aufgefahren werden. Zum Beispiel Mückenschutz mit 30% "Deet", dem Bestandteil den Insekten hassen. In Deutschland würde eine solche Dosis vermutlich in die Kategorie Biowaffe fallen, hier aber ist es der einzige Ausweg. Leider erfuhren wir davon erst am letzten Tag und waren während unserem Aufenthalt übersäät mit unzähligen kleinen, fiesen, roten Bissen.

    Ein wenig trostreich war es, dass auch die Einheimischen nicht verschont werden. Die nehmen es eher gelassen und sagen, dass die Sandflies die köperliche Ertüchtigung und Dehnbarkeit fördern. Denn nur allzu oft schlägt man hier mit wilden Armen rudernd um sich und strengt die komischsten Verrenkungen an, um an die Juckstellen zu kommen. Als wir zum Abschied auf der Insel unseren letzten Banana Pancake verdrückten setzte sich ein Einheimischer zu uns und gab uns seine guten Wünsche mit auf den Weg. Er entschuldigte sich dafür, dass er momentan kein Abschiedsgeschenk für uns dabei habe, wir sollten aber als Souvenir auf jeden Fall ein paar hundert Sandflies mitnehmen, von denen gäbe es hier genug und niemand würde sie vermissen.

    Fun Facts:
    • Caye Caulker hat ca. 1600 Einwohner. Zur Hochsaison kommen dann ca. 2000 Touristen hierher.
    • auf der Insel gibt es drei Straßen, in Längsrichtung: die Front Street, die Middle Street und die Back Street
    • der Hurricane Hattie hat 1961 eine Schneise in die Insel gehauen. "The Split" ist heute der beliebteste Strand auf der Insel


    Checklist:
    • gegen Sandflöhe gekämpft und verloren
    • frischen Lobster gegessen
    • Sommergrippe

    Dienstag, 23. November 2010

    Sonnenaufgang über dem Dschungel



    Fünf gigantische Tempel erheben sich im Norden von Guatemala über den Dschungel und lieferten uns ein unvergessliches Erlebnis. Die Rede ist von der Ruinenstadt Tikal, eine der bedeutendsten Städte der klassischen Maya-Periode. Das spektakuläre an Tikal sind nicht nur die sagenhaften Bauten sondern vor allem auch ihre Lage mitten im Dschungel. Wir sind um 4 Uhr in der Früh dort hin aufgebrochen, um den Sonnenaufgang mit erleben zu können und um die Legionen von Touristen zu vermeiden, die zur Mittagszeit über die Ruinen herfallen.

    Das Gelände ist riesig und erst nach über einer halben Stunde Fußmarsch gelangten wir zu unserem ersten Etappenziel, dem Tempel IV. Dieser ist mit 64 Metern das höchste Gebäude von Tikal und wir wollten es uns nicht entgehen lassen, dort die noch vorhandene Ruhe über den grünen Baumdächern des riesigen Nationalparks aufzusaugen. Nach einigen schweißtreibenenden Stufen gelangten wir schließlich auf die höchsten Ebene des Tempels und waren einfach nur überwältigt von dem Frieden und der ungeheuerlichen Weite des Urwaldes, der sich plötzlich in einem großartigen Panorama vor uns auftat. Wir trauten uns kaum zu flüstern, um auch ja keinen Ton der frühmorgendlichen Urwaldgeräusche zu verpassen, die unter und über den Baumwipfeln hinweg hallten.

    Eine gute halbe Stunde voller Staunen und Demut verging, bis dann am akkustischen Horizont die ersten geführten Gruppen zu hören waren. Zeit für uns weiter zu gehen, um den Rest der Ruinenstadt zu entdecken. Während unserer kleiner persönlichen Indiana Jones Expedition fragten wir uns immer wieder, wie es wohl gewesen sein muss ohne Bagger und Betonmischer, all diese Pyramiden, Paläste, Tempel und Türme dort hin zu bauen, wo vorher nur unwegsamer und undurchdringbarster Urwald war. Unvorstellbar.

    Mit am beeindruckendsten war schließlich das Gefälle von Tempel V, den man nur erklimmen konnte, wenn man sich traute eine nahezu senkrechte Holzleiter nach oben zu klettern. Definitiv nichts für Leute mit Höhenangst. Um die Angelegenheit noch furchteinflößender zu machen, gab sich in der Nähe ein Duzend Brüllaffen ein Stelldichein. Wer Brüllaffen noch nie vorher gehört hat könnte auch glauben, dass die Geräusche von dem Endkampf zweier Ungeheuer stammen, die direkt der Unterwelt entrannt sind. Wir wussten jedenfalls von nun an, wer die Herren im Revier sind und machten uns langsam auf den Heimweg.

    Zurück in Flores wartete auf uns der obligatorische Sprung in den See sowie ein kolossal großer Erdbeershake, in unserem feinen Hostel. Alles was man eben braucht, um sich von so einem Tag zu erholen.


    Fun Facts:
    • einige Tempel in Tikal sind so arrangiert, dass sie aus der Luft betrachtet die Form des großen Wagen ergeben.
    • die ersten Siedlungen von Tikal entstanden bereits 1000 v.Chr., der Bau der Stadt eigentlichen Stadt begann im 7. Jahrhundert.
    • wenn man zwischen den zwei Tempeln auf dem großen Platz in die Hände klatscht, hört es sich an, wie das Geräusch, das ein für die Gegend typischer Vogel von sich gibt.

    Checklist:
    • Sonnenaufgang überm Dschungel
    • Affen gesehen

    Montag, 22. November 2010

    Es weihnachtet schon sehr in Guatemala!



    Früh morgens um 6 Uhr rollten wir los in unserem fünf Sterne Komfortbus, der neben Nackenstützen auch auf jeden weiteren lästigen Ballast verzichtete. Das Tagesziel lautete Flores/Guatelmala, mit einer Entfernung von ca. 250 Kilometer Luftlinie. Die Strecke bestand größtenteils aus einer nicht asphaltierten, regenverwaschenen und damit unsäglichen Schlaglochpiste. Am Ende benötigten wir für die Holperrutsche insgesamt stolze 10 Stunden. Immerhin gab es auf dem Weg eine spannende Halbzeitpause. Grund dafür war der Fluss, der die Grenze zwischen Mexiko und Guatemala bildet. Unpraktischerweise liegen die an den Fluss mündenden Grenzstraßen der beiden Länder kilometerweit auseinander. Um von einem Land in das andere zu gelangen, müssen deshalb alle Grenzgänger mit kleinen Booten hin und und hergefahren werden. Auf diese Weise kamen wir völlig unverhofft zu einer beeindruckenden, einstündigen Bootsfahrt mitten durch den mexikanisch-guatemalischen Urwald.

    Unser Tagesziel Flores war ein Ministädtchen, das sehr beschaulich im Petén Itza See gelegen ist. Flores ist lediglich durch eine Straße mit dem Festland verbunden und hat einen Durchmesser von ca. 400 Metern. In anderen Worten, man kann in 10 Minuten einmal komplett rund herum laufen. Es wird mir wohl auf alle Zeiten unerklärbar bleiben, wie das örtliche Taxiunternehmen seine Umstätze generiert.

    Ungefähr genau so unerklärlich wie die Tatsache, dass am zweiten Abend unseres Aufenthalts im Kern des Örtchens auf dessen Multifunktionsplatz (Basketballfeld, Marktplatz, Konzert- und Festgelände,..) der Weihnachtsbaum eingeweiht wurde - am 13. November! Die Festlichkeiten waren ungefähr vergleichbar mit dem Eröffnungspiels einer Fußball Weltmeisterschaft im eigenen Land. Fressstände, Feuerwerk, Merchandiseshops, Live-Band und die gesamte Bevölkerung auf diesem einen Platz. Mein Lieblinsgfeature an dem 6 Meter hohen Maschendrahtkegel, der mit grünem Lametta zu einem Weihnachtsbaum verwandelt wurde, war der "Weihnachstern". Dieser war nämlich eine große Leuchtreklame der lokalen Bierbrauerei, die den Weihnachtsbaum samt Festival offensichtlich großzügig sponsorte.
    Die ultimative Weihnachtsstimmung zauberte schließlich die Band herbei, welche die ganze Palette gemeiner Weihnachtslieder rauf und runter trompetete, gesund durchmischt mit diversen lokalen La Bamba und Lambada Hits. Es weihnachtet sehr.

    Checklist:
    • Schiffsfahrt im Fluss
    • auf Weihnachtsbaum-Party getanzt

    Sonntag, 14. November 2010

    Alarm im Wald

    Kleingehacktes bei den Pyramiden



    Ganz ungewohnt startete der erste Teil unserer 18-stündigen Mamutetappe nach Palenque. Wir saßen nämlich in einem absolut erstklassigen Luxusbus. Sitze, die Betten gleichen, ausfahrbare Bildschirme, Snacks und Getränke, getrennte Toiletten und heißes Wasser an Bord, für den Fall, dass man sich unterwegs ein kleines Süppchen kochen will. So konnte es weiter gehen. Ging es aber nicht. Der Komfortspaß endete leider bereits nach 3 Stunden, als wir in Mexico City in einen anderen Bus umsteigen mussten für die bevorstehende Nachtfahrt. Dieser Bus hatte ca. 300 Sitze mehr eingebaut als der Luxusbus. Entsprechend klein waren diese dann auch geraten. Zu unserem Unglück saßen wir in der Reihe genau hinter dem Busfahrer, direkt über den Vorderrädern. Das bedeutete, dass jedes der unzähligen "Speedbumps" und Schlaglöcher direkt zu uns durchschlug. Außerdem hatten Wir hatten ungefähr überhaupt gar keine Beinfreiheit und wir verpassten kein Ton des hysterisch trompetenden Radios. Eine Nacht, die keine war.
     
    Im wahrsten Sinne des Wortes gerädert kamen wir morgens um 5 Uhr in Palenque an. Komischerweise erholten wir uns aber relativ schnell wieder und konnten direkt nach dem Einchecken , unseren Tagesauftrag angehen: die Besichtigung der Ruinen von Palenque. Eines steht fest, der Trip hierher hat sich mehr als gelohnt. Mitten im Dschungel steigen die riesigen Steinpyramiden der einstigen Mayastadt empor. Über zwei Quadratkilometer verteilt sich die Anlage, die im 5. Jahrhundet erbaut wurde. Wir waren total begeistert und erklommen jede einzelne Pyramide. Nach mehr als fünf Stunden rumtempeln, machten wir uns wieder auf den Nachhauseweg und wanderten entlang der glasklaren Wasserfallkaskaden zurück zur Straße, wo uns schließlich einer der zahlreichen "collecivos" (kleine Minibusse) aufsammelte.

    Ein weiteres großartiges Highlight erwartete uns dann unmittelbar vor unserem Guesthouse. Dort war gerade eine Blattschneiderameisenkolonie, eine zwei Meter hohe Gartepalme in Kleinholz zu verwandeln. Es war wirklich ein unbeschreibliches Naturschauspiel, wie diese kleinen Arbeiter die Palmblätter in Bruchteile zersägten, um diese schließlich entlang einer wahrhaftigen Autobahn zurück in ihren Bau zu transportieren. Im Vergleich zu ihrer Körpergröße wirken die transportierten Blattstücke dabei wie gigantische Segel. Eine Seite der Palme war bereits komplett zerhackmetzelt, als dem ganzen dann durch den Hostelhausmeister ein jähes Ende gesetzt wurde. Dieser verstreute eine nicht unbeachtliche Menge an giftigen Pulver. Es war irgendwie grausam, mit anzusehen, wie die Arbeit von einer halben Million Lebewesen, innerhalb einer Minute zunichte gemacht wurde. Andererseits, wäre von dem Garten wohl auch nicht mehr allzu viel übrig geblieben, hätte man das Heer weiter walten und schalten lassen.

    Fun Facts:
    • Palenque gehört seit 1987 zum UNESCO Weltkulurerbe
    • eine Kolonie Blattschneiderameisen kann pro Tag soviel Vegetation schneiden wie eine ausgewachsene Kuh frisst. Jährlich erntet eine durchschnittliche Kolonie Blattschneiderameisen 35 t Laub. (Quelle Wikipedia / http://de.wikipedia.org/wiki/Blattschneiderameisen)

    Checklist:
    • Mayatempel bestiegen
    • Blattschneiderameisen gesichtet
    • schlaflose Nacht im Bus
    • in Hängematte gelegen